Wasser ist Leben

Mont St.Michel

Der Mont St. Michel

Genau an der Grenze zwischen Normandie und Bretagne erhebt sich eine felsigen Insel im Ärmelkanal: der Mont St.Michel. Seine markante Silhouette zieht die Aufmerksamkeit von weitem schon auf sich und ca. 3,5 Millionen Menschen besuchen in jährlich. Er hat sein Gegenstück auf der anderen Seite des Kanals, den Mount St.Michael an der Südküste Cornwalls.

Beide Inseln, mit ihrem Kloster auf der Spitze sind typische Michaelsheiligtümer und viele alte und bedeutende Kultplätze auf markanten Bergspitzen sind dem heiligen Michael geweiht. In der Regel wurden sie bereits von vorchristlichen Kulten benutzt und dann im Zuge der Christianisierung übernommen. Michael als Drachentöter symbolisiert dabei den Sieg des Geistes über das Materielle, Sinnliche, Irdische, der Ordnung über das Chaos, des Patriarchats über das Matriarchat, des Christentums über das Heidentum. So hat Michael auch oft wichtige, weiblich geprägte Kultplätze matriarchaler Kulturen übernommen. Archäologische Funde belegen, daß der Mont St.Michel tatsächlich bereits seit der Steinzeit als Kultplatz genutzt wurde. Ursprünglich soll auf der Spitze der Insel ein Menhir gestanden haben. In keltischer Zeit war sie Sitz von 12 Priesterinnen und Seherinnen, die von dort aus das Wetter und die See beeinflussen konnten. Wie verschiedene Legenden berichten haben sich die heidnischen Kulte am Mont St.Michel wohl recht hartnäckig gehalten bis die christliche Kirche im 8. Jahrhundert die Insel durch den Bau von Kirche und Kloster entgültig in Besitz nahm.
Eine solche Kultkontinuität und Michael mit dem Drachen als Patron deuten immer auf Orte hin, an denen die Kräfte des Himmels, der Erde und der Menschen auf eine besondere Art und Weise zusammenwirken. Es sind meist Orte, an denen die Schleier zwischen der Welt des Materiellen, Alltäglichen und des unsichtbaren Geistigen durchlässiger sind als anderswo. Orte an denen man erweiterte Bewußtseinszustände leichter erreichen kann. Orte die Kraft geben, inspirieren und tiefgreifende Erkenntnisse ermöglichen, wenn man bereit ist und sich dafür öffnet.
Auf unseren Reisen besuchen wir die Abtei von Mont St.Michel in der Regel nachts, wenn nicht mehr ganz so viele Menschen dort unterwegs sind. In den Monaten Juli und August erwarten einen dort Licht- und Klanginstallationen, die die ohnehin mystische Atmosphäre noch verstärken. Über drei Ebenen gelangt man schließlich zum höchsten Punkt, der gotischen Klosterkirche. Ihr schlanker Turm, der von einer goldenen Statue des Erzengels gekrönt wird, wirkt wie eine Antenne über die kosmische und irdische Energien sich austauschen. Hier, und auch auf der angrenzenden Terrasse, finden sich die energetisch stärksten Punkte. Legenden besagen, daß es in früheren Zeiten hier immer wieder zu unerklärlichen Lichterscheinungen kam und für die Menschen des Mittelalters war dies ein Anzeichen dafür, daß der Erzengel persönlich die Insel besuchte.

 

Mont Dol und Tombelaine

Zwei weitere Orte stehen mit dem Mont St.Michel in enger Verbindung: die kleine unbebaute Felseninsel Tombelaine und der Hügel Mont Dol in der Nähe von Dol de Bretagne. Oft stehen verschiedene alte Kultplätze miteinander in energetischem Austausch und bilden ganze Kultplatzsysteme. So ist Mont Dol der weibliche Pol zum "männlichen" Mont St.Michel. Heute findet sich auf dem Mont Dol eine kleine, der Maria geweihte Kapelle, ein Aussichtsturm und ein beliebter Picknickplatz der einheimischen Bevölkerung unter großen alten Linden. Schon in alter Zeit war dies sicher ein Versammlungs- und Festplatz, an dem die Menschen der Umgegend sich trafen und ihre Feste im Jahreskreis feierten.
Daß beide Orte eine Verbindung haben zeigt außerdem eine alter Legende: Sie berichtet, daß der Teufel und der Erzengel Michael um den Besitz das Mont St.Michel wetteten, wer weiter springen könne. Der Erzengel sprang weiter und erreichte mit seinem Sprung den Mont Dol. In einem Felsen finden sich dort die Fußspuren des Engels und an anderer Stelle das sogenannte Teufelsloch, denn Michael hat den Teufel in einer Spalte auf dem Mont Dol eingeschlossen und dort ist er noch immer gefangen. Die kleine Insel Tombelaine letztendlich, ist der neutrale Pol im Gefüge.

 

 

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