Wasser ist Leben

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FreiRaum Newsletter 24 - Januar 2015


Themen:

  • Rückblick und Ausblick

  • Ausflugstip


 
the rose

 

Guten Tag!

Dieses letzte Jahr war wirklich speziell. Wohl nicht nur bei mir, sondern bei Vielen, mit denen ich spreche.

Es ist das Jahr der Abschiede. Drei liebe Menschen aus meinem engeren Freundeskreis haben diese Erde verlassen. Zwei davon sehr plötzlich. Alle sind sie an Krebs gestorben, zum Teil innerhalb weniger Wochen und Monate.

Besonders der Tod meines langjährigen Weggefährten Michael Gienger hat mich getroffen.

Meine Mutter hatte einen Schlaganfall und ich muss mich nun um Vieles kümmern, das sie nicht mehr selbst tun kann.

Wir sind nach 17 Jahren umgezogen, weg aus Wurmlingen, dem Ort, dem ich mich auf eine besondere Weise verbunden gefühlt habe. Gerne wäre ich geblieben, aber es blieb mir keine Wahl.

Auch der Abschied von einer wiedergewonnenen und lang herbeigesehnten Freiheit tut weh. Meine Tochter ist fast erwachsen, aber nun muss ich mehr und mehr für meine Mutter zur Mutter werden. Das ist für sie nicht einfach und für mich auch nicht.

Was kann man tun um das zu bewältigen?

In den letzten Jahren blieb sowieso kaum ein Stein auf dem anderen. Es gab Zeiten, da schien wirklich alles ziemlich aussichts- und hoffnungslos und ich wusste nicht mehr weiter.

Damals fand ich, während einer besonders harten Zeit, zufällig in einem Supermarkt in der Ramschkiste das Buch einer buddhistischen Lehrerin „Wenn alles zusammenbricht“. Na ja, dachte ich. Für 1,50 kannst du das ja mal mitnehmen…

Für mich war es tatsächlich Gold wert. Manchmal bekommt man die besten Dinge fast geschenkt, wenn man seiner Intuition im richtigen Moment folgt.
Es gab mir den letzten Kick in die richtige Richtung und was ich dort fand fiel scheinbar auf vorbereiteten und fruchtbaren Boden.

Dieses Jahr nun, habe ich das Buch wieder einmal hervorgeholt…

Zeiten wie diese können Initiationen sein und eine große Chance dein Herz und deinen Geist zu öffnen – wenn alles zusammenbricht, du Abschied nehmen musst von geliebten Menschen, Dingen oder auch Konzepten und Vorstellungen von dir selbst und deinem Leben – dann, wenn es eben richtig wehtut.

Was ich in den Texten dieses Buches fand, war für mich eine Bestätigung für etwas, was ich intuitiv in mir bereits fühlte, was es aber noch nicht ganz bis an die Oberfläche meines Bewusstseins geschafft hatte und es hat mir geholfen in Zeiten der extremen inneren und äußeren Not mich nicht zu verhärten, sondern im Gegenteil, zu öffnen.

Die Frage ist letztendlich nicht was dir geschieht, sondern was du damit machst. Wirst du hart und bitter wenn das Leben dir übel mitspielt, oder schaffst du es offen und empfänglich zu bleiben, weich zu werden und – loszulassen.

Leider ist es wohl nicht so, dass man nur irgendetwas loslassen muss, damit alles gut wird. So nach dem Motto Kuhhandel: O.k. Ich lasse das und das los und dann hört es auf und es wird alles gut…

Manchmal hört es auf, manchmal nicht. Aber wenn etwas beschissen ist, bleibt es beschissen. Wenn du Krebs hast und stirbst, dann stirbst du und wenn das Scheiße ist, bleibt es Scheiße.
Zu glauben, du müsstest nur dies oder das tun um das Problem zu lösen ist eine Illusion.

Was man loslassen muss, ist viel grundlegender der Glaube, dass es dauerhaftes Glück oder dauerhaftes Leid gibt, dass Glück gut und Leid schlecht ist, dass es überhaupt etwas gibt, das von Dauer ist. Dass das Schlechte möglichst schnell aufhören und das Gute ewig bleiben soll.

Das mit dem Loslassen des Glaubens an dauerhaftes Leid ist vielleicht einfach, aber den Glauben und die Hoffnung auf dauerhaftes Glück aufzugeben, das ist schon wirklich schwer, denn wer träumt nicht insgeheim vom Paradies?

Irgendein Idiot hat uns scheinbar irgendwann einmal versprochen, dass, wenn wir nur alles „richtig“ machen, es uns ewig gutgehen wird. Und wir haben es geglaubt.
Ich habe es geglaubt, und lange war es mir gar nicht mal bewußt.

Das ist der Glaube der christlichen und muslimischen Kirchen und das gängige Paradigma unserer westlichen Zivilisation: Wenn man alles richtig macht, kommt man ins Paradies - Der Buddhismus und der Daoismus haben das allerdings schon immer etwas anders gesehen.

Der Glaube oder die Hoffnung irgendetwas wäre von Dauer ist, was uns im Kreislauf des Leidens gefangen hält.

Aber jedes Mal, wenn das Leben dich in eine Situation bringt, die unangenehm bis aussichtslos ist, hast du aber die große Chance den Glauben an die Dauerhaftigkeit der Dinge und Zustände loszulassen. Über die Dualität von Glück und Leid wieder ein Stück hinauszuwachsen. Das ist das Loslassen um das es wirklich geht. Erst dann bist du wirklich frei und präsent im Moment, egal was ist.

Auch die Daoisten drücken dies in ihrem Symbol von Yin und Yang aus. Im Glück schlummert bereits der Same des Leids und umgekehrt. Alles fließt, nichts ist ewig und weder Glück noch Leid festzuhalten und 100%ig präsent zu sein, egal wie das Leben sich gerade präsentiert, ist letztendlich die einzig wirklich tragfähige Wahrheit.

Diese Lektion lernt sich nicht leicht. Zumindest für mich ist es immer wieder eine Herausforderung. Meistens lernen wir durch Leid und Schmerz und auch nur wenn wir achtsam und bewusst mit dem umgehen, was uns begegnet.

Das alles schreibe ich, weil ich sehe, dass dieses Jahr nicht nur für mich eine Herausforderung ist. Egal mit wem ich spreche, scheint das Saturn-Jahr, seinem Namen alle Ehre gemacht zu haben.

Und vielleicht fällt der Text von Pema Chödron, den ich hier noch anhänge, bei dem ein oder anderen ja auch auf vorbereiteten und fruchtbaren Boden und kann ein wenig helfen bei der Verarbeitung der Dinge, die geschehen oder geschehen sind.

Hier also noch ein Auszug aus dem Buch von Pema Chödron: „Wenn alles zusammenbricht“>>

 

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre/Eure Barbara Newerla

 

 

Ausblick


 

feuer

 

Diese Wintersonnwende wird sich energetisch Einiges wenden.

Saturn tritt nach 2 ½ Jahren im Skorpion am 23.12.2014 ins Zeichen Schütze. Das ist weder gut noch schlecht, aber die Themen ändern sich.

Der Fokus geht vom Abschließen und Beenden alter Zyklen, vom Abschiednehmen und Loslassen, hin auf das was wir an Visionen für die Zukunft haben. Unklare Vorstelllung können und müssen nun konkretisiert werden und sich in der Wirklichkeit behaupten. Wer bereits konkrete Vorstellungen und Ideen für die Zukunft hat, kann diese an der Realität überprüfen und daran arbeiten sie zu verwirklichen. Wer sich bisher keine Gedanken darüber gemacht hat, was er oder sie denn eigentlich wirklich noch vom Leben möchte, bzw. einbringen möchte, für den wird es jetzt Zeit…

Denn bei all dem Abschiednehmen dieses Jahr, von Menschen, die eigentlich noch viel zu jung zum Gehen waren, ist mir Eines wieder mal sehr bewusst geworden:

Unsere Zeit auf dieser Welt ist begrenzt. Sie ist kostbar und wir sollten die Dinge, die uns wirklich am Herzen liegen nicht allzu lange aufschieben. Geh wohin dein Herz dich trägt – jetzt. Später könnte zu spät sein, zumindest für dieses Leben.

 

 

Ausflugstip


 

Kornbühl

 

Die Salmendinger Kapelle, St.Anna auf dem Kornbühl ist auch im Winter einen Ausflug wert. Fast 900 m hoch gelegen kann man hier, wenn man Glück hat, dem Einheitsgrau des winterlichen Hochnebels entfliehen.

Am Neujahrstag hatten wir Glück und durften mit unseren Freunden den Tag im Licht inmitten eines Wintermärchens erleben...

 

Der Kornbühl bei Salmendingen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb ist ein markanter alleinstehender Hügel.
Auf der Spitze des Bergkegels befindet sich die Wallfahrtskapelle St. Anna. Sie wird erstmals 1507 urkundlich erwähnt. Auf den Gipfel führt ein 1886 angelegter Kreuzweg mit 14 Stationen und drei Kreuzen am Gipfel, die den Kalvarienberg symbolisieren.

Trotz des relativ geringen Alters der Kapelle deutet vieles darauf hin, dass der Kornbühl bereits in vorchristlicher Zeit ein alter Kultplatz war. Weiterlesen >>

 

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